Das Vorsorge-Testament

Vortrag: Vorsorge-Testament

Das Vorsorge-Testament – erbrechtliche Vorsorge, wenn Kinder lebenslange Begleitung brauchen

Was passiert mit meinem Kind, wenn ich nicht mehr da bin? Für die meisten Eltern ist die Frage, was nach ihrem Tod mit ihrem Kind geschieht, eine der schwersten überhaupt. Wenn das Kind aufgrund einer Behinderung, einer psychischen Erkrankung oder eines anderen besonderen Bedarfs ein Leben lang auf Unterstützung angewiesen ist, wird diese Frage zur dringenden Notwendigkeit.

Die Lösung ist ein clever gestaltetes Testament: Das sogenannte Vorsorge-Testament ist ein erbrechtliches Gestaltungsinstrument, das genau für diese Situation entwickelt wurde. Es ist eine letztwillige Verfügung, die speziell auf die Situation von Menschen mit dauerhaftem Unterstützungsbedarf ausgerichtet ist. Ziel ist es, dem betroffenen Kind bzw. Angehörigen eine dauerhafte finanzielle Absicherung zu ermöglichen, ohne dass dadurch staatliche Sozialleistungen – wie Eingliederungshilfe oder Grundsicherung – gefährdet werden. Ohne eine solche Regelung würde ein ererbtes Vermögen zunächst zur Deckung der Pflegekosten herangezogen, bevor staatliche Leistungsträger einspringen. Das Kind wäre zwar Erbe, aber die Mittel würden rasch aufgebraucht – ohne echten Mehrwert für die Lebensqualität des Betroffenen.

Dieses Vorsorge-Testament kombiniert verschiedene rechtliche Instrumente, um das Erbe so zu strukturieren, damit der Sozialhilfeträger nicht darauf zugreifen und das eigene Kind auch nach dem Tod der Eltern seine eigene finanzielle Absicherung erhält, ergänzend zu staatlichen Leistungen. Die Gestaltung dieses Testamentes bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Erbrecht und Sozialrecht. Entscheidend ist, dass das Erbe so strukturiert wird, dass es nicht als „verwertbares Vermögen“ im Sinne des Sozialgesetzbuches gilt. Die höchsten deutschen Gerichte haben die Zulässigkeit solcher Gestaltungen grundsätzlich bestätigt – dennoch ist die individuelle Ausgestaltung komplex und erfordert fachkundige Beratung.

Daher ist es wichtig, frühzeitig handeln – ein solches Vorsorge-Testament ist kein Ausdruck von Pessimismus – es ist Fürsorge, die über den eigenen Tod hinausreicht.

Der Vortrag findet am 18.11.2026 um 14.30 Uhr in der Germeringer Insel statt. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung unter 089 840 53 58 oder info@germeringerinsel.de.

Bayerischer Demenzpreis 2026

Bayerischer Demenzpreis: DIe SIeger mit Gesundheitsministerin Judith Gerlach

Gerlach verleiht Bayerischen Demenzpreis 2026 – Bayerns Gesundheitsministerin setzt sich für mehr gesellschaftliche Teilhabe für Menschen mit Demenz ein

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach hat am Dienstag (13. Oktober) in München den Bayerischen Demenzpreis 2026 verliehen. Gerlach betonte aus diesem Anlass: „Es ist wichtig, das Leben von Menschen mit Demenz weiter zu verbessern. Dazu tragen die sechs ausgezeichneten Projekte in besonders innovativer Weise bei. Ich setze darauf, dass sie eine Vorbildfunktion entfalten und zur Umsetzung ähnlicher Projekte in ganz Bayern beitragen!“

Die Ministerin unterstrich: „Demenz geht uns alle an. Bereits heute leben in Bayern mehr als 270.000 Menschen mit Demenz – und die Zahl wird weiter steigen. Bis zum Jahr 2030 rechnen Experten mit voraussichtlich rund 300.000 Erkrankten, bis 2040 sogar mit 380.000. Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass wir den Betroffenen ein Leben in der Mitte der Gesellschaft ermöglichen.“

Gerlach fügte hinzu: „Deshalb wurde 2015 der Bayerische Demenzpreis ins Leben gerufen, mit dem wir alle zwei Jahre besonders innovative Projekte würdigen. Daneben leistet auch die Bayerische Demenzstrategie einen wichtigen Beitrag, die wir zusammen mit den Partnern des Bayerischen Demenzpaktes weiterentwickelt haben.“

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20 Jahre Mehrgenerationenhaus Zenja

Festakt zu 20-jährigen Jubiläum des Mehrgenerationenhauses Zenja

Das Mehrgenerationenhaus Zenja feierte am Wochenende sein 20-jähriges Jubiläum gemeinsam mit dem Förderverein Germeringer Insel, der heuer 15 Jahre alt wurde.

Bei den Feierlichkeiten im Zenja-Saal sprach OB Daniel Liebetruth von einem Erfolgsprojekt. Das Zenja sei das Zentrum für die gesamte soziale Infrastruktur der Stadt und stehe immer allen offen. Besonders hervorzuheben sei die ehrenamtliche Arbeit in der Stadt, die vor allem dem Mehrgenerationenhaus zu verdanken sei und verwies dabei auf die Ehrenamtsmesse des Max-Born-Gymnasiums, die bereits zum zweiten Mal mit großem Erfolg durchgeführt wurde.

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Filmfestival der Generationen

Filmfestival der Generationen: Brit-Marie war hier

BRITT-MARIE WAR HIER

Ältere Ehefrau entdeckt sich neu als Fußballtrainerin Es ist niemals zu spät, ein neues Leben zu beginnen: Als ihre Ehe nach 40 Jahren zerbricht, räumt Britt-Marie mit über 60 Jahren nicht nur mit ihrem bisherigen Leben als biedere Ehe- und Hausfrau auf, sondern wagt einen völligen Neustart: Sie verlässt die Stadt und zieht aufs Land, um dort als Betreuerin eines Jugendzentrums zu arbeiten. Doch weiß sie nicht, dass sie auch eine
erfolglose Jugendfußballmannschaft trainieren soll. Das stellt die eher kontaktscheue Britt-Marie vor große Herausforderungen, da sie bislang weder mit Jugendlichen zu tun hatte, noch Ahnung von Fußball hat. Aber aufgeben gibt’s nicht, sondern anpacken und das Beste aus der Situation machen. Und mit dieser Lebensweise entdeckt sie nicht nur an sich neue Seiten und Talente, sondern belebt auch die Mannschaft und die Dorfgemeinschaft.

MONTAG · 26.10.2026 · 17 UHR
Mehrgenerationenhaus ZENJA, Wohnzimmer der Generationen
Planegger Str. 9 · Passage · 82110 Germering

Im Anschluss ein Gespräch mit: Daniela Gohl, Annette Zaus

Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung unter Tel: 089 840 53 58 oder info@germeringerinsel.de.